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Verdacht auf Korruption

Wegen neuer Korruptionsvorwürfe ist die frühere Präsidentin der Philippinen, Gloria Arroyo, wieder festgenommen worden. Ein Gericht habe die Festnahme in einem Militärkrankenhaus vergangene Woche wegen des Verdachts angeordnet, dass Arroyo Gelder aus der Staatslotterie für Wahlkampagnen verwendet habe, teilten die Behörden in Manila mit.

Demnach soll die 65-Jährige für wohltätige Zwecke gedachte Mittel in Höhe von 366 Millionen Pesos (umgerechnet fast 6,8 Mio. Euro) gestohlen haben. Sollte Arroyo für schuldig befunden werden, droht ihr lebenslange Haft. Wegen der Korruptionsvorwürfe wurden bereits neun weitere Lotterie- und frühere Regierungsvertreter festgenommen.

Erst im Juli aus Haft entlassen

Im Juli war die Ex-Staatschefin gegen Zahlung einer Kaution freigelassen worden, nachdem sie seit November 2011 wegen des Vorwurfs des Wahlbetrugs im Zusammenhang mit der Senatswahl im Jahr 2007 in Untersuchungshaft gesessen war. Im Dezember 2011 wurde zudem eine zweite Anklage wegen Korruption erhoben. In beiden Fällen beteuerte Arroyo ihre Unschuld. Die Prozesse haben begonnen, könnten sich aber noch jahrelang hinziehen.

Arroyo stand in den Jahren 2001 bis 2010 an der Spitze des südostasiatischen Landes. Sie ist Kongressabgeordnete und hatte sich erst kürzlich registrieren lassen, um bei der Parlamentswahl kommendes Jahr erneut zu kandidieren.

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