Keine Einigung in Gesprächen mit Geldgebern in Athen

Bei ihren Gesprächen in Athen haben die griechische Regierung und ihre internationalen Geldgeber gestern keine Einigung über das geforderte Sparprogramm erzielt. Die Verhandlungen sollten in der kommenden Woche fortgesetzt werden, sagte Finanzminister Giannis Stournaras. Es gebe weiterhin Meinungsverschiedenheiten zwischen der griechischen Regierung und der Troika über Details des Sparprogramms, das für die Jahre 2013 und 2014 einen Umfang von fast 13,5 Milliarden Euro haben soll.

Aus dem griechischen Finanzministerium hieß es, es gebe „gute Fortschritte“ in den Verhandlungen mit der Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), Europäischer Union (EU) und Internationalem Währungsfonds (IWF). Die Gespräche sollten in den kommenden beiden Wochen weiterlaufen. Eine Einigung sei in Sicht.

Troika-Bericht für morgen erwartet

Seit Wochen herrscht Unklarheit über die finanzielle Zukunft Griechenlands. Das vom Staatsbankrott bedrohte Land liegt bei der Umsetzung der von den internationalen Geldgebern geforderten Reformen und Einsparungen im Rückstand. Athen ist nach Angaben von Regierungschef Antonis Samaras bis Ende November auf neues Geld angewiesen, um einer Staatspleite zu entgehen.

Beim morgigen Treffen der Euro-Gruppe in Luxemburg sollen die griechische Regierung und die Vertreter der Troika den Stand der Verhandlungen über neue Einsparungen darlegen. Der schriftliche Bericht der Troika soll aber noch nicht fertig sein. Auf Grundlage des Reports soll eine Entscheidung über die Freigabe einer weiteren Hilfstranche in Höhe von 31 Milliarden Euro fallen.