Teheraner Bazar nach Tumulten wieder offen

In der iranischen Hauptstadt Teheran hat gestern der Große Bazar erstmals seit Mittwoch wieder seine Pforten geöffnet. Unter besonderem Polizei- und Sicherheitsschutz - etliche Truppen der paramilitärischen Bassij-Milizen patrouillierten im Bazarviertel - wurde wieder gehandelt.

Allerdings machte sich eine große Unsicherheit breit, denn die Talfahrt der Nationalwährung Rial bringt die Bazari (Handelstreibende) zur Verzweiflung. In den letzten Wochen hatte der Rial um 30 Prozent an Wert verloren.

Am Mittwoch war es deshalb zu schweren Ausschreitungen zwischen der Bevölkerung und den Polizeikräften im Finanzviertel Ferdosi und im Bazarviertel in der Millionenmetropole gekommen.

Sondersitzung des Parlaments

Unterdessen tagt im iranischen Parlament (Majles) eine Sondersitzung zur aktuellen Wirtschaftskrise. Exitstrategien gegen die Talfahrt des Rials und Sofortmaßnahmen, um die Armut und die Inflation einzudämmen, sollen in Zusammenarbeit mit Regierung und Experten aus dem Wirtschafts- und Handelsministerium ausgearbeitet werden.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad, der sowohl von vielen Parlamentariern als auch von vielen Persern für die Misere des Landes verantwortlich gemacht wird, solle sich „schnellstens“ etwas überlegen, so die Aufforderung aus dem Majles.