Französische Polizei erschießt Mann bei Anti-Terror-Einsatz

Die französische Polizei ist heute landesweit gegen mutmaßliche Extremisten aus der Salafistenszene vorgegangen. Bei der Großrazzia wurde ein Verdächtiger erschossen, sieben Menschen wurden festgenommen, wie aus Justiz- und Polizeikreisen verlautete.

Die Beamten griffen in verschiedenen französischen Städten zeitgleich zu - darunter in Straßburg, Nizza, Cannes sowie im Pariser Raum. Bei der versuchten Festnahme eines Verdächtigen in Straßburg schoss dieser laut Ermittlerkreisen mehrfach mit einer großkalibrigen Waffe auf die Beamten, die daraufhin das Feuer erwiderten und den Mann tödlich trafen. Drei Polizisten wurden leicht verletzt.

Nach Anschlag auf jüdisches Geschäft

Die landesweite Razzia, bei der laut einer Erklärung von Staatschef Francois Hollande insgesamt sieben Verdächtige festgenommen wurden, war Teil der Ermittlungen nach einem Anschlag auf ein jüdisches Geschäft in Sarcelles am 19. September. Dabei hatten zwei schwarz gekleidete Angreifer einen Sprengsatz in den Lebensmittelladen geworfen, wodurch ein Mensch leichte Verletzungen erlitt.

Hinsichtlich Plänen zu möglichen weiteren Anschlägen durch die Verdächtigen verlautete aus den Ermittlerkreisen, dass eine „Liste mit Zielen“ existiere. Es müsse jetzt geklärt werden, ob es sich bereits um fortgeschrittene Pläne handele, hieß es.

Video dazu in iptv.ORF.at