Festnahmen nach Blutbad in Studentenwohnheim in Nigeria

Drei Tage nach dem Blutbad in einem nigerianischen Studentenwohnheim mit mindestens 40 Toten hat die Polizei mehrere Verdächtige festgenommen. Bei den meisten handelt es sich um Studenten.

Die Ordnungskräfte hätten im Rahmen einer Großfahndung zahlreiche Häuser in der Stadt Mubi im Nordosten des westafrikanischen Landes durchsucht, wo sich der Anschlag am Dienstag ereignete, sagte Polizeikommissar Mohammed Ibrahim heute. Unbekannte hatten plötzlich in der Nähe des Campus das Feuer eröffnet. Bei den Opfern handelt es sich großteils um Studenten.

Rivalisierende Studentengruppen?

Bisher bekannte sich niemand zu der Tat. Zunächst wurde vermutet, dass die radikalislamische Gruppe Boko Haram („Westliche Erziehung ist Sünde“) verantwortlich ist. Die Gruppe hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Anschläge mit weit über 1.000 Toten verübt. Jedoch könnte es sich auch um eine Aktion rivalisierender Studentengruppen gehandelt haben.

Zeugen sagten, die Angreifer hätten die Namen der Studenten ausgerufen, bevor sie sie töteten. „Die meisten wurden erschossen oder wie Ziegen geschlachtet“, so der Polizeikommissar. Einen Zusammenhang zwischen den unlängst stattgefundenen Studentenwahlen und dem Attentat dementierte die Universität. Es gebe „keinen Beiweis“ für diese These der Polizei. „Wir sind hier vereint“, versicherte der stellvertretende Rektor Shuaib Aroke.