Extremistengruppe bekennt sich zu Anschlägen in Aleppo

Einen Tag nach der Serie von Selbstmordanschlägen in der syrischen Metropole Aleppo hat sich eine Islamistengruppe zu der Tat bekannt.

Die Gruppe Al-Nusra-Front veröffentlichte auf einschlägigen Websites zudem Einzelheiten zum Verlauf der Anschläge sowie Fotos von Zielen und Attentätern, wie die US-Internetbeobachtungsstelle SITE heute mitteilte.

48 Tote

Die Extremistengruppe erklärte demnach auch, sie habe auf dem Saadalla-al-Dschabiri-Platz einen Offiziersclub sowie Behördengebäude und zwei Hotels ins Visier genommen. Diese hätten Sicherheitskräften und der regierungsfreundlichen Schabiha-Miliz als Kommandozentralen und Kasernen gedient, erklärte die Gruppe den SITE-Angaben zufolge weiter.

Die Informationen konnten nicht unabhängig bestätigt werden. Am Vortag waren bei mindestens zwei koordinierten Anschlägen auf dem Platz und in dessen Umgebung am Rande der Altstadt Aleppos 48 Menschen getötet worden. Der Platz in der heftig umkämpften Wirtschaftsmetropole wurde bisher von den Regierungstruppen kontrolliert.

Elitesoldaten bei Damaskus getötet

Bei einer Explosion und anschließenden Schüssen nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus wurden indes laut Aktivistenangaben 21 Mitglieder der Elitetruppe der Republikanischen Garde getötet. Die meisten Soldaten seien durch die Explosion getötet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London mit. Die Kämpfe mit den Aufständischen dauern demnach an.