Ahmadinedschad bekräftigt Bekenntnis zu Atomprogramm

Der Iran wird nach den Worten von Präsident Mahmud Ahmadinedschad trotz des wirtschaftlichen Drucks und der Sanktionen des Westens an seinem Nuklearprogramm festhalten. „Wenn einige glauben, sie könnten den Iran unter Druck setzen, dann täuschen sie sich und sollten ihre Haltung korrigieren“, sagte Ahmadinedschad gestern in einer im Staatsfernsehen übertragenen Pressekonferenz in Teheran. „Wir sind kein Volk, das bei der Nuklearfrage einen Rückzieher macht“, fügte er hinzu.

Ahmadinedschad äußerte sich einen Tag, nachdem die iranische Währung auf einen historischen Tiefstand gefallen war. Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland, hatte das am Montag als Zeichen des „Erfolgs“ der Sanktionen gegen Teheran wegen seines umstrittenen Atomprogramms gewertet. Der iranische Rial verlor seit Ende 2011 mehr als 80 Prozent seines Wertes. Gründe sind der Mangel an Devisen und die starke Inflation in Folge der Sanktionen.

Zum Handelsschluss entsprach ein US-Dollar am Montag 35.000 iranischen Rial, gestern mussten für einen Dollar zwischenzeitlich sogar bis zu 37.000 Rial gezahlt werden. Ahmadinedschad sagte zu den von der EU und den USA verhängten Sanktionen gegen Irans Bankensektor sowie iranischen Öllieferungen, der Westen führe einen wirtschaftlichen „Krieg“ gegen das Land. „Der Feind glaubt, den Widerstand des iranischen Volkes brechen zu können, aber er irrt sich“, sagte der Staatschef laut dem Fernsehbericht.

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