Japans Elektronikriesen setzen auf „Smart Homes“

Führende japanische Elektronikkonzerne wollen Verluste im Bereich Unterhaltungselektronik und Mobilfunk durch neue Produkte zum Energiesparen ausgleichen. Auf der Elektronikmesse Ceatec in Japan präsentierten heute Panasonic, Toshiba, Mitsubishi Electric sowie Kyocera unterschiedliche Lösungsansätze für ein „Smart Home“ - ein vernetztes und energiesparendes Haus.

„Wir sind nicht nur der TV-Hersteller“, sagte Panasonic-Präsident Kazuhiro Tsuga auf der Makuhari-Messe östlich von Tokio. Tsuga betonte, welche große Bedeutung die Verlagerung des Schwerpunktes auf energiesparende Produkte für das Überleben des Unternehmens habe.

Steuerung der Haushaltsgeräte von unterwegs

Die auf der Ceatec vorgestellten Lösungen ermöglichen beispielsweise, den Stromverbrauch eines Hauses intelligent an die Angebotssituation in den Energienetzen anzupassen oder die Aufnahme von Solarenergie zu regeln. Die Anwender können dabei über ein Smartphone oder Tablet Computer in die Steuerung eingreifen und beispielsweise von unterwegs die Klimaanlage im Haus regeln.

Auch der Konzern Kyocera, der schon seit über 40 Jahren in Japan Solarzellen produziert, will sein Engagement im Energiebereich deutlich ausweiten. So soll im Herbst 2013 im Süden von Japan einen riesigen Solarenergiepark in Betrieb genommen werden, der eine Leistung von 70 Megawatt bietet und damit zur größten Solaranlage in Japan wird. „Wir sind nicht mehr nur der Anbieter von Elektronikkomponenten und Solarzellen, sondern entwickeln uns zu einem Kraftwerksbetreiber“, sagte ein Kyocera-Sprecher auf der Makuhari Messe.

Konkurrenz aus Südkorea, China, Taiwan

Die japanischen Branchenriesen wie Panasonic, Sharp und Sony, die jahrelang den internationalen Markt der Unterhaltungselektronik dominierten, haben in jüngster Zeit massiv Marktanteile an Hersteller aus Südkorea, insbesondere Samsung, verloren. Außerdem werden die japanischen Anbieter von Fernsehern und Mobiltelefonen durch aufstrebende chinesische und taiwanische Firmen wie Huawei herausgefordert.