Zehntausende landlose Inder bei Marsch auf Neu Delhi

Zehntausende landlose Inder sind heute zu einem mehrwöchigen Marsch auf die Hauptstadt Neu Delhi aufgebrochen. Mit ihrem Protest wollten die mindestens 35.000 armen Bauern, Fischer und Ureinwohner aus ganz Indien auf ihre schwierige Lage aufmerksam machen, sagte einer der Organisatoren, Anees Kumar.

Die Demonstranten wollen die mehr als 300 Kilometer lange Strecke zwischen der Stadt Gwalior und Neu Delhi abschreiten. Hunderte Millionen Inder auf dem Land haben von Indiens Aufschwung bisher kaum profitiert. Urvölker sehen ihren Lebensraum wegen des Abbaus von Rohstoffen bedroht.

Die Demonstranten fordern das Recht auf ein Stück Land für Jedermann. Außerdem müssten die Menschen die Möglichkeit bekommen, ihr Land gegen den Bau von Fabriken und Bergbauvorhaben zu verteidigen.