Zeitung: USA erwägen Militärschlag in Mali

Laut einem Bericht der „Washington Post“ soll die US-Regierung Drohnenangriffe gegen islamistische Terrorgruppen im Norden von Mali überlegen. Der Anti-Terror-Berater von Präsident Barack Obama, John Brennan, prüfe derzeit gemeinsam mit dem Außenministerium und dem Pentagon die Möglichkeit von Luftangriffen gegen den nordafrikanischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida, berichtete die Zeitung.

Das Weiße Haus dementierte den Bericht nicht, nannte aber keine Details. „Der Präsident hat sich klar zu seinem Ziel geäußert, Al-Kaida zu zerstören, und wir arbeiten an diesem Ziel jeden Tag“, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats der USA, Tommy Vietor, der Nachrichtenagentur AFP. Die USA setzen unbemannte Drohnen bereits in Pakistan, im Jemen und in Somalia für den Kampf gegen islamistische Terroristen ein.

Ein ranghoher Mitarbeiter des Pentagons sagte AFP, dass Nordafrika nach dem tödlichen Angriff auf das US-Konsulat im ostlibyschen Bengasi am 11. September stärker in den Fokus der US-Terrorbekämpfung gerückt sei. Bei der Attacke waren der US-Botschafter Chris Stevens und drei Mitarbeiter getötet worden. Die US-Regierung hat einen terroristischen Hintergrund des Angriffs bestätigt, die genauen Umstände werden aber noch untersucht.