Kind bei Granatenbeschuss von Kirche in Kenia getötet

Bei einem mutmaßlichen Granatenbeschuss einer Kirche in der kenianischen Hauptstadt Nairobi ist heute ein Kind getötet worden. Neun weitere Kinder seien bei dem Anschlag während eines speziellen Gottesdienstes für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren verletzt worden, teilte die Kirche mit.

Die Polizei sprach von drei schwer verletzten Kindern. Demnach wurde die anglikanische Kirche in einem mehrheitlich muslimischen Viertel vermutlich mit einer Granate beschossen.

Rache der Schabab-Miliz?

Die Kirche liegt im Nordosten der Hauptstadt nahe dem Viertel Eastleigh, das auch „Klein-Mogadischu“ genannt wird. Dort leben mehrheitlich somalische Flüchtlinge oder Kenianer somalischer Abstammung. Die kenianische Polizei nahm am Anschlagsort vier aus Somalia stammende Journalisten fest - nach eigenen Angaben, um zu überprüfen, ob es sich tatsächlich um Journalisten handele.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Kenia wird von einer Anschlagsserie erschüttert, seit das Land im Oktober 2011 im Rahmen einer Mission der Afrikanischen Union Truppen in den Süden Somalias entsandte, um die radikalislamische Schabab-Miliz zu bekämpfen.

Die Gruppe wird verdächtigt, daraufhin aus Rache mehrere Anschläge in Kenia verübt zu haben. Bei den folgenschwersten Anschlägen starben am 1. Juli fast 20 Menschen in der nordöstlichen Stadt Garissa, als mutmaßliche Schabab-Milizen zwei Kirchen angriffen.