Mindestens 30 Tote bei Anschlagserie im Irak

Bei einer Anschlagsserie im Irak sind heute nach Angaben von Sicherheitskräften und Ärzten mindestens 32 Menschen getötet und 76 weitere verletzt worden. Demnach starben in Bagdad und Umgebung bei der Explosion mehrerer Autobomben mindestens 25 Menschen.

Frauen und Kinder unter Opfern

Vier Explosionen in Tadschi in der Nähe Bagdads ereigneten sich alle in einem mehrheitlich schiitischen Viertel. Unter den Opfern waren nach Angaben der Sicherheitskräfte auch Frauen und Kinder. In Bagdad erschossen Unbekannte einen Polizisten. Als ein Polizeifahrzeug zum Tatort kam, explodierte eine Autobombe und tötete einen Zivilisten.

Im Viertel Karrada sprengte sich ein Selbstmordattentäter auf einer Haupteinkaufsstraße mit seinem Wagen in die Luft und riss zwei Menschen mit in den Tod. Anschließend explodierte eine weitere Autobombe, die einen Polizisten tötete.

Vier Polizisten getötet

In Kut südlich von Bagdad wurden bei zwei Autobombenanschlägen vier Polizisten getötet, wie die Sicherheitskräfte und Ärzte weiter berichteten. In der Gegend um Baakuba, 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt, starben zwei Polizisten durch zwei Autobomben. In Madain, 25 Kilometer südlich von Bagdad, wurden bei einem Anschlag zwei Menschen getötet, laut Augenzeugen iranische Pilger.

In Chan Beni Saad gab es bei einem Bombenanschlag mindestens einen Toten. Im September starben nach einer AFP-Zählung bei Anschlägen und anderen Angriffen mindestens 242 Menschen, 776 weitere wurden verletzt.

Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Der irakische Al-Kaida-Ableger Islamischer Staat im Irak (ISI) hatte im Sommer eine Offensive zur Befreiung gefangener Mitglieder des Netzwerks angekündigt.