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Ein dritter Weg zu Raimund

Ferdinand Raimund spaltet die Theatergemeinde: Während die einen finden, man könne „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“, einen Klassiker der österreichischen Volkstheatertradition, nicht originalgetreu genug inszenieren, sagen die anderen, dass dem Stück nur mit einer radikalen Interpretation beizukommen sei. Im Wiener Burgtheater ist seit Samstagabend klar: Es gibt einen dritten Weg. Regisseur Michael Schachermaier hat das romantisch-komische Zaubermärchen generalüberholt, den zierlichen Putz abgeschlagen und den Alpenkönig geschickt für das Psychodrama des Herrn Rappelkopf in Stellung gebracht. Für den richtigen Ton sorgte an diesem Abend die Elektronikmusikerin Gustav.

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