Tausende deutsche Kinder von Schulessen erkrankt

Mehrere tausend Kinder und Jugendliche in vier deutschen Bundesländern leiden an Magen-Darm-Erkrankungen, die vermutlich vom Schulessen ausgelöst wurden. Drei Kranke mussten stationär aufgenommen werden, wie die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales gestern mit Verweis auf das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte.

Die betroffenen Schulen und Kindergärten wurden nach bisherigen Erkenntnissen vom gleichen Lieferanten versorgt. „Dies legt nahe, dass es sich um einen lebensmittelbedingten Ausbruch handelt“, hieß es. Aus dem sächsischen Sozialministerium hieß es, es bestehe der Verdacht auf Noroviren. Die bisher bekannten Fälle verteilen sich auf Sachsen, Thüringen, Berlin und Brandenburg. Die Beschwerden begannen überwiegend ab Dienstagabend, wie es hieß.

Nach Angaben des RKI handelt es sich um mindestens 4.000 Fälle. Der Krankheitserreger ist noch nicht bekannt. Zur Vermutung, dass es sich um Noroviren handeln könnte, äußerte sich eine Sprecherin des RKI auf Anfrage der deutschen Nachrichtenagentur dpa nicht. Die zuständigen Gesundheits- und Lebensmittelbehörden würden intensiv zusammenarbeiten, hieß es. Neben dem RKI sind auch das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit involviert.