„Curiosity“ fotografiert erstmals Flusskiesel auf Mars

In einem ausgetrockneten Flussbett auf dem Mars hat der Rover „Curiosity“ erstmals von Wasser geformte Kiesel fotografiert. Die runden und eckigen Kiesel - manche so groß wie ein Sandkorn, andere so groß wie ein Golfball - seien zu großen mehrlagigen Steinen zusammengekittet, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA gestern mit.

Zwar hätten schon frühere Mars-Missionen Anzeichen für Wasser auf dem Roten Planeten entdeckt, diese Fotos seien aber die ersten ihrer Art. Wissenschaftler untersuchten die Aufnahmen der zwei einzeln stehenden Steine im Gale Krater. „Curiosity“ machte die Bilder während der ersten 40 Tage nach der Landung.

„Die Größe der Kiesel lässt uns deuten, dass das Wasser des Flusses ungefähr einen Meter pro Sekunde zurückgelegt hat und etwa knöchel- bis hüfttief war“, sagte William Dietrich, Forscher an der University of California, der sich gemeinsam mit anderen um die Auswertung der wissenschaftlichen Experimente des Rovers kümmert. „Wir sehen hier zum ersten Mal von Wasser transportierte Kiesel auf dem Mars. Bisher haben wir nur über die Größe des Flussbetts spekuliert, jetzt können wir Beobachtungen machen.“