Blues-Legende Bessie Smith verstarb vor 75 Jahren

Bessie Smith gilt als eine der größten Blues-Sängerinnen aller Zeiten. Heute vor 75 Jahren verstarb sie im Alter von 43 Jahren nach einem Autounfall in Mississippi. Gerüchten zufolge soll der schwarzen Musikerin aus rassistischen Gründen der Zutritt zu mehreren Krankenhäusern verwehrt worden sein.

In jungen Jahren kümmerte sich die legendäre Sängerin Ma Rainey um die in ärmsten Verhältnissen aufgewachsene Smith. Während der Prohibition trat sie in zahllosen illegalen Klubs auf, was ihr einen legendären Ruf innerhalb der Szene und eine handfeste Alkoholerkrankung einbrachte. 1923 gelang ihr der Durchbruch mit dem von Alberta Hunter komponierten Song „Down Hearted Blues“.

Verehrt von Joplin und Dylan

Es folgten Kooperationen mit berühmten Musikern wie Louis Armstrong, Auftritte vor ausverkauften Häusern und eine Handvoll weiterer Hits, darunter „Nobody Knows You When You’re Down and Out“. In ihren Liedern ging es häufig um Alkohol („Me and My Gin“), Drogen („Gimme a Pigfoot And a Bottle of Beer“) und Sex ("Empty Bed Blues). Smith war für ihren ausschweifenden Lebensstil bekannt.

Nach einem jahrelangen Karrieretief war ihr Stern 1936 wieder im Steigen begriffen, weil sie die erkrankte Billie Holiday bei einem Konzert vertreten durfte. Ihr früher Tod setzte ihrer Laufbahn jedoch ein jähes Ende. Vor allem während der 60er Jahre hatte Smith zahlreiche Verehrer, darunter Janis Joplin und Bob Dylan, dessen The Band ihr auf dem Album „The Basement Tapes“ den Song „Bessie Smith“ widmete.