Falscher Pilot flog von München nach Turin

Ein Hochstapler, der als falscher Pilot von München nach Turin flog, hat Aufregung und Nachforschungen ausgelöst. Es gebe Hinweise darauf, dass das kein Einzelfall gewesen sei, sagte ein Lufthansa-Sprecher gestern in Frankfurt. Möglicherweise sei der Mann schon häufiger auf diese Weise im Cockpit mitgeflogen. Am Freitag war der 32-Jährige in Italien verhaftet worden.

Platz auf Jumpseat

Der arbeitslose Italiener Andrea P. war im April mit Pilotenuniform und gefälschtem Ausweis bis ins Cockpit einer Maschine der Lufthansa-Tochter Air Dolomiti gekommen. Als „dritter Pilot“ nahm er auf dem sogenannten Jumpseat Platz. Das bestätigte eine Sprecherin der Fluggesellschaft Air Dolomiti in Erding.

An den Sicherheitskontrollen vorbei soll es der Hochstapler auf legalem Weg geschafft haben. „Gehen Sie davon aus, dass er sich ein Ticket gekauft hat“, sagte der Münchner Flughafensprecher Peter Prümm. Es sei wahrscheinlich, dass sich der Mann erst an Bord als Kapitän ausgab und die Crew täuschte.