14 Islamisten in Ägypten zum Tode verurteilt
In Ägypten sind heute 14 radikale Islamisten wegen Angriffen auf Sicherheitskräfte auf der Sinai-Halbinsel zum Tod durch den Strang verurteilt worden.
Vier weitere Extremisten erhielten eine lebenslange Haftstrafe. Alle Verurteilten gehörten zur militanten Gruppe „Tauhid und Dschihad“. Ihnen wurden Angriffe auf eine Polizeistation und eine Bank auf der Sinai-Halbinsel vorgeworfen, bei denen im Juni 2011 vier Menschen ums Leben kamen.
Gewalt auf Sinai eskaliert
Gerichtskreisen zufolge wurden acht der Todesurteile in Abwesenheit der Angeklagten ausgesprochen. Seit dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak im Februar 2011 gibt es auf dem Sinai immer wieder Übergriffe von Islamisten auf die Sicherheitskräfte. Im August leiteten die Streitkräfte eine Offensive gegen radikale Islamisten ein, nachdem bei einem Überfall auf einen Grenzposten 16 Soldaten getötet worden waren.
Parolen gegen Mursi
Einige der Verurteilten riefen Parolen gegen den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi, der im Juni in der ersten freien Präsidentenwahl in Ägypten zum Staatsoberhaupt gewählt worden war. „Mursi ist ein Ungläubiger, und wer ihm folgt, ist auch ein Ungläubiger“, rief einer der Verurteilten.
Publiziert am 24.09.2012