Romney gelingt mit Steuererklärung kein Befreiungsschlag

Der in Bedrängnis geratene republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat auf Druck der Demokraten seine Steuererklärung für 2011 vorgelegt. Gleichzeitig weigerte sich der Multimillionär aber beharrlich, zusätzliche Unterlagen preiszugeben - und sorgte damit prompt für neue Kritik.

Die Demokraten beschuldigten ihn zudem, bei der Erklärung getrickst zu haben. Sie hatten Romney aufgefordert, die vergangenen fünf Jahre offenzulegen und unterstellten ihm, in einigen Jahren aufgrund von Steuervorteilen für Reiche gar keine Abgaben an den Staat gemacht zu haben. 2011 habe Romney bei einem Einkommen von 13 Millionen Dollar (10,01 Mio. Euro) 1,9 Millionen Dollar Steuern gezahlt, teilte sein Wahlkampfteam Freitagnachmittag (Ortszeit) mit. Seine Steuerquote von 14,1 Prozent lag damit unter dem Satz von Durchschnittsamerikanern.

Zudem will Romney wegen seiner Abgaben an die Mormonen keine weiteren Steuereinzelheiten vorlegen. Mit seiner Weigerung bricht Romney Wahlkampftraditionen in den USA. In den USA ist es üblich, dass Kandidaten für die Präsidentschaft ihre Steuererklärungen publik machen, um Transparenz zu demonstrieren. Romney ist einer der reichsten Amerikaner, der sich jemals um das Präsidentenamt bewarb. Sein Vermögen wird auf 190 bis 250 Millionen Dollar geschätzt.