Präsidialamt dementiert: Zypern erwägt keinen Euro-Austritt

Zypern erwägt entgegen Äußerungen der Chefs der Regierungspartei keinen Austritt aus der Euro-Zone. Zypern wolle weder die Europäische Union (EU) noch die Euro-Zone verlassen, sagte Präsidialamtssprecher Stefanos Stefanou gestern Abend. Er wies damit vorherige Aussagen von AKEL-Parteichef Andros Kyprianou zurück.

Dieser hatte in einem Interview gesagt, die Mittelmeerinsel werde bei zu harten Sparauflagen durch die internationalen Geldgeber einen Austritt aus der Euro-Zone in Betracht ziehen. Im Interesse der Bevölkerung müsse man ernsthaft ein solches Szenario diskutieren, sagte er.

Hilfen aus Euro-Rettungsschirm beantragt

Das Land, das derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, hatte im Juni Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm beantragt. Dem rezessionsgeplagten Euro-Land machen die hohen Verluste der Banken zu schaffen, die eng mit griechischen Geldhäusern verbunden sind und hart vom Schuldenverzicht der privaten Gläubiger Griechenlands im Frühjahr getroffen wurden. Zypern ist seit 2008 Euro-Mitglied.

Die AKEL - Fortschrittspartei des werktätigen Volkes - ist eine kommunistische Partei in Zypern und momentan die stärkste politische Kraft, die auch den Staatspräsidenten stellt.