Häftlinge bekräftigen Foltervorwürfe in Georgien

Nach der Veröffentlichung von Foltervideos aus georgischen Gefängnissen haben Häftlinge in der Südkaukasus-Republik die schweren Vorwürfe gegen ihre Aufpasser bekräftigt. Täglich hätten die Justizbeamten zwei Gefangene ausgesucht und heftig verprügelt, berichteten Insassen heute Journalisten im Gefängnis Nr. 8 in der Hauptstadt Tiflis.

Sie hätten ihre Wärter nie ansehen dürfen. Zudem seien ihnen für die Zeit nach der Parlamentswahl am 1. Oktober noch heftigere Schläge angedroht worden. Der neue Strafvollzugsminister Georgi Tuguschi versprach, hart gegen die Verantwortlichen durchzugreifen.

Studenten kündigten indes neue Massenproteste gegen die brutalen Taten an, vor den Gefängnissen versammelten sich besorgte Angehörige von Häftlingen. Die Videos zeigen auch Vergewaltigungen von Häftlingen. Innenminister Batscho Achalaja hatte am Vorabend die „moralische und politische Verantwortung“ übernommen und seinen Rücktritt erklärt. Auch Saakaschwili gerät immer stärker unter Druck. Seit Tagen demonstrieren landesweit Zehntausende gegen Gewalt.

Video dazu in iptv.ORF.at