EU: Universal darf EMI unter Auflagen übernehmen

Die EU-Kommission genehmigt die Übernahme des Musikgeschäfts von EMI durch den Konkurrenten Universal Music Group. Damit das neue Unternehmen nicht zu viel Marktmacht erhält, müssen aber unter anderem das EMI-Plattenlabel Parlophone und andere Vermögenswerte weltweit verkauft werden, wie die Brüsseler Behörde heute mitteilte.

Die Wettbewerbshüter wollen so nach eigenen Angaben verhindern, dass das neue Unternehmen gegenüber Direktkunden übermächtig würde, die physische und digitale Tonträger im Großhandel vertreiben.

Parlophone hat bekannte Künstler wie Coldplay, Pink Floyd und Tina Turner unter Vertrag. Universal muss der Kommission zufolge auch die Töchter EMI France (David-Guetta-Katalog), Mute (u. a. The Ramones) und Chrysalis (u. a. Depeche Mode, Moby) verkaufen, ebenso die Klassiksparten von EMI sowie weitere Labels und viele lokale EMI-Unternehmen. Universal versprach zudem, den 50-prozentigen Anteil von EMI an dem Gemeinschaftsunternehmen „Now! That’s What I Call Music“ zu verkaufen.