Nach Politikermord rückt Armee in Vorort von Mexiko-Stadt ein

Nach dem Mord an einem Politiker und Gerüchten über bevorstehende Zusammenstöße zwischen Drogenbanden ist die mexikanische Armee mit gepanzerten Fahrzeugen in einen Vorort von Mexiko-Stadt eingerückt.

An dem Einsatz in Nezahualcoyotl, einer Stadt mit 1,1 Millionen Einwohnern östlich der Hauptstadt, seien rund 700 Soldaten und Bundespolizisten beteiligt, teilte die Behörde für öffentliche Sicherheit des Bundesstaates Mexiko gestern (Ortszeit) mit. Sie sollten in etwa 45 Vierteln der Stadt patrouillieren.

Dem Einsatz war der Mord an Jaime Serrano, einem Abgeordneten des Bundesstaates Mexiko, vorangegangen. Er war am Wochenende auf der Straße niedergestochen worden, als er sich eine Zeitung kaufen wollte. Serrano war Mitglied der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI), der auch der künftige Präsident Enrique Pena Nieto angehört, der im Dezember sein Amt antritt.