Patentstreit: Samsung will gegen iPhone 5 vorgehen

Zum Verkaufsstart des iPhone 5 von Apple hat sein schärfster Konkurrent Samsung eine mögliche weitere Patentklage angekündigt. Samsung erwäge, die Patentklagen gegen Apple in den USA um das iPhone 5 zu erweitern, sagte eine Konzernsprecherin heute. „Aber wir können noch nicht sagen, wann.“

Die Entscheidung werde nach eingehender Prüfung des Smartphone fallen. Laut Informationen der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap geht es um die LTE-Technik im iPhone 5, die superschnelles Surfen per Mobilfunk ermöglicht. Samsung besitzt Patente auf die Technik.

LTE steht für „Long Term Evolution“ und ist der Mobilfunkstandard der vierten Generation (4G). Die Technik erlaubt einen deutlich schnelleren Internetzugang als die bisherigen Mobilfunknetze. Das iPhone 5 ist das erste iPhone mit dieser Technik.

Verdreifachung der Strafe möglich

Apple und Samsung tragen ihren Patentstreit in zahlreichen Ländern der Welt aus. Im kalifornischen San Jose hatte Samsung im August eine Niederlage einstecken müssen, der Konzern wurde wegen Patentverletzung zu einer Strafe von einer Milliarde Dollar verurteilt.

Ab dem 6. Dezember soll es vor dem Gericht um eine mögliche Verdreifachung der Strafe gehen sowie um ein von Apple gefordertes dauerhaftes Verkaufsverbot für acht Smartphones von Samsung in den USA. In dem Verfahren klagt auch Samsung gegen Apple.

Verkauf von iPhone 5 gestartet

Beim Verkaufsstart des neuen iPhone bilden sich bereits wieder Schlangen. Hunderte versammelten sich vor den Apple Stores. In Australien waren bei der Eröffnung rund 500 Menschen vor dem Apple Store in Sydney, in Tokio waren es zur Eröffnung etwa 750, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete.

Das neue Apple-Telefon kommt heute in den USA, Deutschland und sieben weiteren Ländern in den Handel. In Österreich beginnt der Verkauf des neuen iPhone am 28. September.