Bericht: Gegner setzen 25 Mio. Dollar auf Assad aus

Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad haben nach einem türkischen Bericht 25 Millionen US-Dollar (rund 19 Mio. Euro) Kopfgeld auf den Gewaltherrscher ausgesetzt. Die Summe erhalte, wer Assad „tot oder lebendig“ gefangen nehme, zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu heute einen Kommandeur der oppositionellen Freien Syrischen Armee (FSA).

Das Geld werde von syrischen Geschäftsleuten gezahlt, die die Opposition unterstützten. Aus Sicherheitsgründen wolle der Kommandeur diese nicht nennen. Führende Vertreter der FSA haben in der Türkei Unterschlupf gesucht, wo sie in einem Lager untergebracht sind.

Brahimi setzt auf regionale Konfliktlösung

Der neue UNO-Vermittler Lakhdar Brahimi arbeitet mit Hochdruck an einem Plan für ein Ende des Blutvergießens in Syrien. Dabei setzt er auf enge Kooperation mit den Regionalmächten. In der Nacht auf heute flog er von Kairo in die Türkei. Ein Mitglied seiner Delegation sagte vor der Abreise, Brahimi werde möglicherweise bald zu einem zweiten Gespräch mit Assad nach Syrien reisen.

Ohne Ergebnis endete ein Außenministertreffen zu Syrien in Kairo, an dem der Iran, Ägypten und die Türkei teilnahmen. Saudi-Arabien war dem Treffen ferngeblieben, zu dem Ägyptens Präsident Mohammed Mursi eingeladen hatte.

Österreich beschloss weitere Hilfsmillion

Die österreichische Regierung nimmt mehr Geld für humanitäre Hilfe in der Syrien-Krise in die Hand. Nachdem im Juli bereits eine Aufstockung von ursprünglich 250.000 Euro auf eine Million Euro angekündigt worden war, wurde nun im Ministerrat eine weitere Million beschlossen.

Das Geld kommt laut Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) aus dem Hilfsfonds für Katastrophenfälle im Ausland und soll vor allem in Jordanien eingesetzt werden. Dorthin gebe es die größten Flüchtlingsströme und folglich auch den höchsten Finanzbedarf. Vom aufgestockten Betrag gehen laut Außenministerium 650.000 Euro ans UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und 350.000 Euro an österreichische NGOs, die in der Region tätig sind.