D: Schäden bei Sprengung von Weltkriegsbombe

Durch die Sprengung einer Weltkriegsbombe sind in Deutschland im niederrheinischen Viersen größere Schäden an Gebäuden entstanden. „Statiker prüfen, ob die Häuser einsturzgefährdet sind“, teilte der Kreis Viersen gestern spätabends mit. Verletzt wurde niemand. Ein Bombe im Hamburg Binnenhafen konnte dagegen am Montag entschärft werden.

Bombe mit Säurezünder

Nach stundenlangem Warten war der Blindgänger in Viersen im Bundesland Nordrhein-Westfalen gegen 23.06 Uhr kontrolliert gesprengt worden. Der Fund der Bombe hatte Viersen in einen Ausnahmezustand versetzt. „Bei dem Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelt es sich um eine tückische Bombe, die wegen des Säurezünders nicht entschärft werden kann“, hieß es kurz vor der Detonation.

In München hatte es bei Sprengung einer solchen Bombe vor drei Wochen einen Millionenschaden gegeben. Und auch in Viersen wurde der Bereich unmittelbar am Fundort der Bombe verwüstet. Fenster und Dachpfannen gingen zu Bruch, an Hauswänden bildeten sich Risse.

10.000 in Sicherheit gebracht

Die amerikanische Fünf-Zentner-Bombe war bei Bauarbeiten im Zentrum der 75.000-Einwohner-Stadt gefunden worden. Knapp 10.000 Menschen wurden seit dem Nachmittag in Sicherheit gebracht. Rund 700 Helfer von Feuerwehr, Polizei oder THW waren den Angaben zufolge im Einsatz. Die Fundstelle wurde mit Stroh und Sand gesichert. Dennoch sprach Feuerwehr-Einsatzleiter Frank Kersbaum von „enorme Schäden“ an den umliegenden Gebäuden.

Schäden erst vor Kurzem in München

In München hatten es die Sprengmeister vor knapp drei Wochen mit einer mit Säurezünder versehenen 250 Kilogramm schweren Bombe zu tun gehabt. Der Blindgänger im zentralen Stadtteil Schwabing konnte nicht entschärft werden und wurde daher am 28. August gesprengt. Die Druckwelle beschädigte etliche Häuser. Fassaden wurden eingedrückt, Fenster gingen zu Bruch, Dachstühle fingen Feuer.

Video dazu in iptv.ORF.at