Vierfachmord bei Annecy: Nur ein Täter?

Nach dem rätselhaften Vierfachmord in Ostfrankreich verdichten sich die Hinweise auf einen Einzeltäter. Das bei dem Blutbad schwer verletzte Mädchen gab an, nur einen Täter gesehen zu haben, wie gestern aus Ermittlerkreisen verlautete. Sie habe „einen Bösen“ gesehen, sagte das Mädchen demnach, bevor sie in ihr Heimatland Großbritannien zurückgebracht wurde.

Brutale Schläge auf Kopf

Die Siebenjährige war bei dem Vierfachmord auf einem Waldparkplatz nahe der ostfranzösischen Ortschaft Annecy am 5. September durch brutale Schläge auf den Kopf und einen Schuss in die Schulter lebensgefährlich verletzt worden. Sie musste zwischenzeitlich in ein künstliches Koma versetzt und zweimal operiert werden.

Ihre aus dem Irak stammenden britischen Eltern, ihre Großmutter und ein offenbar zufällig vorbeikommender französischer Radfahrer wurden erschossen. Die Ermittler hatten wegen der Vielzahl der abgefeuerten Schüsse - am Tatort wurden 25 Patronenhülsen gefunden - zunächst vermutet, dass mehrere Täter schossen. Dann wurde klar, dass alle Schüsse aus nur einer Waffe abgegeben wurden.