Libanon: Papst unterzeichnet „kirchliche Nahost-Roadmap“

In Anwesenheit der Bischöfe des Nahen Ostens, von Vertretern der nicht katholischen Kirchen, der Muslime und der Drusen hat Papst Benedikt XVI. gestern Abend in der griechisch-katholischen (melkitischen) Paulus-Kathedrale im libanesischen Harissa das Apostolische Schreiben „Ecclesia in Medio Oriente“ unterzeichnet.

Es wurde von ihm bereits zu Mittag als „kirchliche Nahost-Roadmap“ bezeichnet und geht u. a. auf das Fehlen von Religionsfreiheit, das Verhältnis zum Islam, den Fundamentalismus und den Massenexodus der Christen aus der Region ein. Benedikt XVI. sagte, dass sein Schreiben auch zum interreligiösen Dialog beitragen wolle.

In seiner auf Französisch gehaltenen Rede sprach der Papst die existenziellen Schwierigkeiten der marginalisierten, mancherorts mit dem Rücken zur Wand stehenden christlichen Minderheit im Nahen Osten an. Er rief dazu auf, „keine Angst zu haben“.