Wrabetz präsentiert Nachhaltigkeitsprozess

Als erstes österreichisches Medienunternehmen hat der ORF einen öffentlich nachvollziehbaren Nachhaltigkeitsprozess gestartet. Ziel ist es, alle drei Aspekte der Nachhaltigkeit zu erheben: Neben wirtschaftlichen Fragen soll es auch um die Aspekte soziale Verantwortung und ökologische Anforderungen gehen.

Erste Ergebnisse präsentierte Generaldirektor Alexander Wrabetz nun im ORF-Publikumsrat und stellte eine Broschüre dazu vor. Die Broschüre kann im Internet abgerufen werden - mehr dazu in kundendienst.ORF.at und zukunft.ORF.at.

„Als modernes und zukunftsorientiertes Medienunternehmen mit gesellschaftlicher Verantwortung wollen wir über Nachhaltigkeit nicht nur berichten, sondern auch zeigen, dass wir selbst ein Unternehmen mit nachhaltiger Ausrichtung sind“, so Wrabetz.

Nachhaltige Aspekte auch bei Standortfrage

Als konkrete Ziele hat sich der ORF vorgenommen, nachhaltige Aspekte
- je nach Standortentscheidung - bei Neubau bzw. Renovierung des ORF-Zentrums umzusetzen, Mobilitätskonzepte zu forcieren, die eine stärkere Nutzung des öffentlichen Verkehrs und der Elektromobilität vorsehen, und den Papierverbrauch weiter zu reduzieren.

Im Zuge des Nachhaltigkeitsprozesses, der fachlich und inhaltlich von der Brainbows Informationsmanagement GmbH betreut wird, wurden in einem ersten Schritt die wichtigsten Aspekte und Kennzahlen erhoben, Projekte und Aktivitäten gesammelt und zusammengefasst. Durch diese Analyse wird ersichtlich, dass der ORF bereits in etlichen Nachhaltigkeitsbereichen vorbildlich agiert.

So trägt der ORF beispielsweise in seiner Funktion als Produzent und Arbeitgeber wesentlich zur österreichischen Wertschöpfung bei.

Auch Defizite wurden erhoben

Auch Defizite konnten im Zuge des Nachhaltigkeitsprozesses ausgemacht werden. Nachholbedarf gibt es zum Beispiel bei der Harmonisierung von Nachhaltigkeitskennzahlen. Diese sollen künftig einheitlich erfasst und anschaulich dargestellt werden.

„Die Analyse zeigt, dass es bereits viele Nachhaltigkeitsinitiativen in allen Bereichen des Unternehmens gibt - von den Landesstudios bis Ö3, vom Einkauf bis zum Energiemanagement. Mit dem Nachhaltigkeitsprozess werden diese jetzt zusammengeführt und bilden die Basis für konkrete Zielformulierungen und ein langfristiges Konzept“, so Wrabetz.