Katar lässt Glencore bei Xstrata-Übernahme weiter zappeln

Auch nach dem um zwei Milliarden Dollar aufgebesserten Offert des Rohstoffriesen Glencore für den Bergbaukonzern Xstrata hat Großaktionär Katar seinen Widerstand nicht aufgegeben. „Qatar Holding will deutlich machen, dass noch keine Entscheidung darüber gefallen ist, ob das verbesserte Angebot angenommen wird oder nicht“, teilte der Fonds heute mit.

Der in der Schweiz ansässige Glencore-Konzern hatte am Freitag in letzter Minute mehr Geld auf den Tisch gelegt, um den Golfstaat doch noch umzustimmen, und bietet nun für jedes Xstrata-Papier 3,05 eigene Aktien anstatt wie bisher 2,8 Anteilsscheine. Damit erhöht sich das Gebot auf insgesamt 36 Milliarden Dollar.

Größte Fusion seit 2007

Als zweitgrößter Xstrata-Aktionär hatte Katar das bisherige Gebot als zu niedrig zurückgewiesen. Der Bergbaukonzern Xstrata hatte am Vortag mitgeteilt, in den kommenden zwei Wochen über das aufgebesserte Übernahmeangebot zu entscheiden. Die Fusion wäre der größte Zusammenschluss in der Branche seit 2007. Glencore und Xstrata versprechen sich milliardenschwere Einsparungen und einen Vorsprung, um die massive Rohstoffnachfrage aus China und anderen Schwellenländern bedienen zu können.