Twitter wertet Nutzerdaten für Werbung aus

Der Kurznachrichtendienst Twitter erweitert sein Angebot für Anzeigenkunden. Künftig will das US-Unternehmen die Meldungen (Tweets) und Profile seiner Benutzer auswerten und sie Interessengruppen zuordnen.

Werber sollen somit relevante Zielgruppen effizienter erreichen können, teilte Twitters Produktmanager Kevin Weil in seinem Blog mit. Auf Twitter werden laut Angaben weltweit täglich 400 Millionen Tweets von etwa 140 Millionen aktiven Usern gepostet.

Aufteilung in 350 Kategorien

Twitter will die Nutzer nach Analyse ihrer Tweets und der Accounts und Menschen, denen sie folgen, in über 350 Kategorien einteilen. Die Werbung soll dann direkt an die entsprechenden User geschickt werden. Benutzer sehen die Werbung in ihrer Timeline in Form von „Promoted Tweets“ zwischen den gewohnten Mitteilungen.

Außerdem können Werber bestimmte User auswählen, die sie für relevant halten. Twitter findet dann heraus, welche Benutzer ähnliche Interessen haben, und adressiert die Werbung an ebendiese. Nicht möglich soll es sein, Werbung direkt an die Follower bestimmter Benutzer zu senden.

Zuschlag für den Meistbietenden

Verkauft werden soll die Werbung ähnlich wie bei Google in Form einer Auktion, die jeweils bei einem Cent starten soll. Gibt es für bestimmte Kategorien gleichzeitig mehrere potenzielle Werber, bekommt jener den Zuschlag, der am meisten zu zahlen bereit ist und die passenden Interaktionsdaten hat.