Faymann: Kein Darabos-Rücktritt nach Volksbefragung

Selbst wenn die Volksbefragung im Jänner gegen ein Berufsheer ausfallen sollte, spricht sich Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) gegen einen Rücktritt seines Parteikollegen und Verteidigungsministers, Nobert Darabos, aus.

Gegenüber der Tageszeitung „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe) stellte der Kanzler klar: „Ich schließe sogar aus, dass ein Minister nach einer Volksbefragung zurücktritt. Weil gegen das Volk kann man weder gewinnen noch verlieren.“

„Das spielt’s nicht“

Das Ergebnis sei zu respektieren und umzusetzen, es brauche aber „weder jemand zurücktreten noch jemand traurig zu sein“, wird Faymann zitiert. Darabos würde laut dem Bundeskanzler also allenfalls auch eine neue Wehrpflicht umsetzen. „Dazu ist eine Volksbefragung da. Alles andere wäre lächerlich.“

Auch der Angesprochene selbst wies einen möglichen Rücktritt nach einer Absage für sein Berufsheer-Modell bei der Volksbefragung gegenüber „Österreich“ erneut zurück: „Das spielt’s nicht“, sagte der Verteidigungsminister.

Faymann gegen Androsch-Vorstoß

Der Idee, das Volk neben der Wehrpflicht auch über Bildungsthemen zu befragen, wie es Ex-Vizekanzler Hannes Androsch (SPÖ) in der „Kronen Zeitung“ (Sonntag-Ausgabe) gefordert hatte, erteilte Faymann erneut eine Absage. „Die nächste Chance für die Wähler, sich für eine Schulreform einzusetzen, ist die kommende Wahl“, so der Kanzler.