Clinton skeptisch über Syrien-Einigung mit Russland

Eine Einigung zwischen Russland und den USA auf eine Lösung des blutigen Syrien-Konflikts ist nach Ansicht von US-Außenministerin Hillary Clinton in weiter Ferne. In Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow habe es nur „begrenzte Fortschritte“ gegeben, sagte Clinton heute nach einem Treffen des Asien-Pazifik-Forums in der russischen Stadt Wladiwostok vor Journalisten.

Sie werde aber die Gespräche mit Lawrow fortsetzen. „Wir werden mehr Druck auf das Regime von (Präsident Baschar, Anm.) al-Assad ausüben, gemäß unserer Idee eines Übergangs zur Demokratie“, kündigte Clinton an.

Halb Aleppo ohne Trinkwasser

Unterdessen ist nach der Zerstörung einer wichtigen Wasserleitung in der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo nach Angaben von Aktivisten ein Teil der Stadt von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Wie die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gestern mitteilte, wurde das Rohr im Viertel Bustan al-Batscha in der Nähe eines städtischen Wasserversorgers zerstört.

„Das ist sehr schlimm, denn es leitete Wasser in die ganze Stadt“, sagte der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Es habe Luftangriffe und Gefechte in dem Viertel gegeben. Der Leiter des Wasserversorgers bestätigte „ein Problem mit dem Leitungsnetz“. Er wissen nicht, welcher Art das Problem sei und könne niemanden zur Inspektion hinschicken.

Verschärfte EU-Sanktionen

Die Europäische Union verschärfte unterdessen die Sanktionen gegen das Regime des syrischen Präsidenten Assad. Das vereinbarten die Außenminister der 27 EU-Staaten in Paphos (Zypern).

Einigkeit herrscht zudem darüber, dass humanitäre Maßnahmen vor allem über den Winter fortgesetzt und verstärkt werden sollen. Druck kommt vor allem von der Türkei, die mehr Unterstützung bei der Betreuung der Flüchtlinge fordert.