Obama baut Führung in Umfragen aus

US-Präsident Barack Obama hat nach seiner Nominierung und trotz schwacher Arbeitsmarktdaten weiter an Boden gutgemacht. Nach einer gestern veröffentlichten Umfrage von Reuters/Ipsos baute der Demokrat Obama seinen Vorsprung gegenüber seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney auf vier Prozentpunkte aus.

Der Erhebung zufolge liegt Obama mit 47 Prozent vor Romney mit 43 Prozent. Bei der vorherigen Umfrage kamen Obama auf 46 und Romney auf 44 Prozent. Darin waren allerdings Obamas Rede auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten am späten Donnerstagabend sowie der Arbeitsmarktbericht vom Freitag noch nicht erfasst.

Wirtschaftsdaten unter Erwartungen

Die US-Wirtschaft schuf im August nur 96.000 neue Stellen und damit deutlich weniger als von Experten erwartet. Die Arbeitslosenquote sank zwar von 8,3 auf 8,1 Prozent, vor allem aber, weil viele Amerikaner die Jobsuche aufgaben. Damit verharrt sie seit gut drei Jahren über der Marke von acht Prozent - das hat es seit der Großen Depression in den 1930er Jahren nicht mehr gegeben.

Seit dem Zweiten Weltkrieg ist kein Präsident bei einer Arbeitslosigkeit von mehr als acht Prozent wiedergewählt worden. Allgemein wird davon ausgegangen, dass das Rennen zwischen Obama und Romney bis zur Wahl Anfang November sehr knapp bleibt.