Streik: Lufthansa streicht 1.200 Flüge

Die Fluggesellschaft Lufthansa streicht wegen eines deutschlandweiten Streiks seiner Flugbegleiter heute zwei Drittel ihrer Verbindungen. Von den eigentlich an dem Tag geplanten etwa 1.800 Flüge werden voraussichtlich 1.200 entfallen, wie ein Konzernsprecher gestern Abend mitteilte. Die Zahl könne sich aber noch ändern.

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO will die Airline den ganzen Freitag über erstmals an allen Flughäfen bestreiken. Es wäre der dritte Streiktag - zuvor waren die Flugbegleiter in Frankfurt, München und Berlin in den Ausstand gegangen, Zehntausende Passagiere waren auf den Airports gestrandet.

Kampf um höhere Löhne

Die Chancen auf eine Einigung in letzter Minute sind nicht hoch - beide Parteien hatten vor dem Arbeitskampf bereits über ein Jahr miteinander um einen neuen Tarifvertrag gerungen. Die Lufthansa bot gestern noch eine Schlichtung an, allerdings nur unter eng definierten Bedingungen. Diese Auflagen hatte die Gewerkschaft vorher stets zurückgewiesen. Auch auf das jüngste Gesprächsangebot der Lufthansa reagierte UFO zurückhaltend.

Die Gewerkschaft kämpft für höhere Löhne und gegen die Auslagerung von Stellen. Nach Ansicht des Lufthansa-Managements sind Einschnitte nötig, da die harte Konkurrenz der Airline das Leben schwermacht. Bei Deutschlands größter Fluglinie arbeiten 18.000 Menschen im Bordservice.