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Der „Tag, der die Welt veränderte“

Der 11. September 2001 ist nicht nur für die Amerikaner, sondern für die Menschen auf der ganzen Welt ein Tag, den niemand vergessen wird. Der 11. September gilt auch als „Tag, der die Welt veränderte“. Im Folgenden die Ereignisse, die als 9/11 in die Geschichte eingingen und knapp 3.000 Menschen das Leben kosteten:

7.59 Uhr: Flug 11 von American Airlines startet in Boston-Logan.

8.14 Uhr: Flug 175 von United Airlines startet in Boston-Logan.

8.19 Uhr: Die Stewardess Betty Ong vom Flug 11 meldet sich per Funk bei American Airlines und berichtet über Tränengas, Erstochene und die mutmaßliche Flugzeugentführung.

8.20 Uhr: Flug 77 von American Airlines startet vom Dulles International Airport Washington D. C.

8.21 Uhr: Der Transponder zur Flugzeugidentifizierung von Flug 11 ist ausgeschaltet.

8.24 Uhr: Per Funk bekommt der Flughafen Boston die Ansage des Todespiloten Mohamed Atta von mehreren entführten Flugzeugen mit, die offenbar nur an die Insassen von Flug 11 gerichtet war.

8:37 Uhr: Flug 175 vermeldet, Flug 11 gesichtet zu haben.

8.38 Uhr: Die Nordamerikanische Luftraumüberwachung (NORAD) wird informiert und ersucht, Flug 11 mit militärischen Abfangjägern zu überwachen.

8.41 Uhr: Flug 93 von United Airlines startet von Newark (New Jersey).

8.46 Uhr: Flug 11 rast in den Nordturm des World Trade Centers (WTC) im New Yorker Stadtteil Manhattan und reißt ein großes Loch in das mit mehr als 400 Metern höchste Gebäude der Stadt. Die Behörden gehen zunächst von einem Unfall aus.

Zu dieser Zeit haben die Entführer gerade die Kontrolle über Flug 175 übernommen, als die Piloten von zwei F-15-Kampfjets am Otis Air National Guard Base (Massachusetts) gerade den Befehl erhalten, Flug 11 aufzuspüren und abzufangen.

08.49 Uhr: CNN sendet erste Bilder einer permanenten Kamera vom brennenden 110-stöckigen Nordturm unter den Breaking News: „Flugzeug in Turm des World Trade Centers gestürzt.“

9.00 Uhr: US-Präsident George W. Bush beginnt einen Besuch in der Emma-E.-Booker-Grundschule in einem armen Viertel von Sarasota (Florida) und weiß bereits von dem „Unglück“.

9.03 Uhr: Flug 175 rast in den Südturm des WTC und explodiert. Beide WTC-Türme sind in Brand. Den Behörden wird klar, dass es sich um keinen Unfall handelt.

9.05 Uhr: Stabschef Andrew Card flüstert Bush die Nachricht vom Südturm ins Ohr.

9.17 Uhr: Die US-Bundesflugbehörde (Federal Aviation Administration/FAA) lässt alle New Yorker Flughäfen schließen, Abfangjäger steigen zum Schutz von New York auf. Die New Yorker Hafenbehörde lässt in der Folge alle Brücken und Tunnels schließen.

09.31 Uhr: Bush spricht von der Schulbibliothek in Sarasota aus von einem „offensichtlich terroristischen Anschlag“ und einer „nationalen Tragödie“. Es folgt eine Schweigeminute.

9.40 Uhr: Die FAA stoppt erstmals in der Geschichte der USA landesweit alle zivilen Flüge: Alle in der Luft befindlichen Maschinen müssen unter Androhung des Abschusses auf dem nächstmöglichen Flughafen landen, kein Flugzeug darf mehr starten.

9.43 Uhr: Flug 77 stürzt in das US-Verteidigungsministerium (Pentagon) in Arlington bei Washington. Rauch steigt aus dem Gebäude auf, umgehend beginnt die Evakuierung.

9:45 Uhr: Das Weiße Haus wird evakuiert.

10.05 Uhr: Der Südturm des WTC stürzt in sich zusammen, viele benachbarte Gebäude werden dabei ebenfalls zerstört. Eine Schutt- und Staubwolke breitet sich aus.

10.08 Uhr: Bewaffnete Geheimdienstagenten werden in den Lafayette Park gegenüber dem Weißen Haus entsendet.

10.10 Uhr: Ein viertes entführtes Flugzeug, Flug 93 von United Airlines, stürzt im kleinen Ort Shanksville südöstlich von Pittsburgh (Pennsylvania) ab.

10.10 Uhr: Ein Teil des Pentagons stürzt ein.

10.13 Uhr: Das UNO-Hauptquartier in New York wird evakuiert. In Washington werden das Außenamt und das Justizministerium evakuiert sowie die Weltbank.

10.24 Uhr: Der transatlantische Luftverkehr in die USA wird nach Kanada umgeleitet.

10.28 Uhr: Der Nordturm des WTC stürzt in sich zusammen.

10.45 Uhr: Alle weiteren US-Bundesbehörden in Washington werden evakuiert.

10.46 Uhr: US-Außenminister Colin Powell bricht einen Besuch in Lateinamerika ab und kehrt in die USA zurück.

11.02 Uhr: Der New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani fordert die Bevölkerung auf, den Süden von Manhattan zu verlassen. Die New Yorker sollten zu Hause bleiben.

11.18 Uhr: American Airlines geben bekannt, dass sie zwei Flugzeuge verloren haben.

11.26 Uhr: United Airlines geben den Verlust zweier Maschinen bekannt.

12.04 Uhr: Der Los Angeles International Airport, Ziel von drei der entführten Maschinen, wird evakuiert. Höchste Alarmbereitschaft an den Grenzen zu Mexiko und Kanada.

12.15 Uhr: Der San Francisco International Airport, Ziel von United Airlines 93, wird evakuiert.

12.30 Uhr: Laut FAA sind noch 50 Flugzeuge im US-Luftraum, die aber keine Probleme vermelden.

13.04 Uhr: Bush erklärt auf dem Luftwaffenstützpunkt Barksdale (Louisiana), wohin er sich begeben hat, die Streitkräfte seien in „höchste Alarmbereitschaft“ versetzt worden; alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen seien getroffen worden. Bush kündigt an, die Verantwortlichen „zu jagen und zu bestrafen“.

13.27 Uhr: Die Stadt Washington ruft den Notstand aus.

13.44 Uhr: Das US-Verteidigungsministerium gibt bekannt, dass fünf Kriegsschiffe und zwei Flugzeugträger von der Marinebasis in Norfolk (Virginia) zum Schutz der Ostküste entsandt wurden.

14.00 Uhr: Das FBI geht davon aus, dass die Flugzeuge als Teil eines Terrorangriffs entführt wurden.

14.49 Uhr: Laut dem New Yorker Bürgermeister Giuliani sind U-Bahnen und Busse teilweise wieder in Betrieb.

15.55 Uhr: Laut Angaben aus dem Weißem Haus ist Bush mit der Air Force One von Barksdale zu einer Luftwaffenbasis in Nebraska geflogen (Offutt, wie sich später herausstellte). Von dort aus leitet er telefonische Beratungen des Nationalen Sicherheitsrates. Vizepräsident Richard (Dick) Cheney und die Nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice (später Außenministerin) seien im Weißen Haus in Sicherheit, Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sei im Pentagon.

16.00 Uhr: CNN berichtet, es gebe auf Basis brandaktueller Informationen nach den Anschlägen „gute Anhaltspunkte“, dass der wegen verheerender Anschläge auf US-Botschaften in Afrika 1998 gesuchte Saudi Osama bin Laden die Hand bei den Anschlägen im Spiel hatte.

16.25 Uhr: Die in New York ansässigen Börsen geben bekannt, dass sie am nächsten Tag (Mittwoch, 12. September) geschlossen bleiben.

17.20 Uhr: Das Gebäude 7 des WTC-Komplexes stürzt ein, nachdem es zuvor beim Einsturz der Türme beschädigt und in Brand geraten war. Andere Häuser auf dem Areal brennen weiterhin.

17.30 Uhr: Laut Medienberichten sollte Flug 93 entweder Camp David (Landsitz des US-Präsidenten in Maryland), das Kapitol in Washington oder gar das Weiße Haus treffen.

18.00 Uhr: Berichte über Explosionen und Gefechtslärm in der afghanischen Hauptstadt Kabul: Die Nordallianz hat die Taliban-Regierung angegriffen.

18.54 Uhr: Bush kehrt per Hubschrauber ins Weiße Haus zurück, nachdem er zuvor, eskortiert von drei Kampfjets, in Maryland gelandet war.

19.17 Uhr: US-Generalstaatsanwalt John Ashcroft gibt eine Website bekannt, wo Bürger Hinweise zu den Anschlägen deponieren können, sowie eine Telefonnummer, wo Angehörige mutmaßlicher Opfer ihre Kontaktdaten hinterlassen können.

19.45 Uhr: Das New York Police Department erklärt, man vermisse 78 Polizisten, die Hälfte der ersten 400 Feuerwehrleute am Anschlagsort seien getötet worden.

20.30 Uhr: US-Präsident George W. Bush macht in seiner Fernsehansprache der Bevölkerung Mut: „Terroristen können das Fundament Amerikas nicht erschüttern.“

21.00 Uhr: Der Nationale Sicherheitsrat tagt im Weißen Haus.

Bevor Bush schlafen geht, schreibt er in sein Tagebuch: „Das Pearl Harbor des 21. Jahrhunderts hat sich heute ereignet (...). Wir glauben, es ist Osama bin Laden.“