Steuerschwindel? US-Justiz hat Fonds im Visier

Mehrere Investmentfonds sind laut US-Medien wegen umstrittener Steuervermeidungspraktiken ins Visier der Justiz geraten. Unter den betroffenen Firmen sei auch Bain Capital, die 15 Jahre lang von dem jetzigen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, Mitt Romney, geleitet wurde, berichtete die „New York Times“ am Wochenende in ihrer Onlineausgabe. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman habe Vertreter von mehr als ein Dutzend Fonds vorgeladen.

Schneiderman liegen demnach Dokumente vor, die belegen sollen, dass die Firmen den Investoren in Rechnung zu stellende Gebühren als Investitionen deklariert haben, wodurch diese dann niedriger besteuert wurden. So seien Hunderte Millionen Dollar an Steuereinnahmen verloren gegangen. Die Praxis ist der Zeitung zufolge in der Branche durchaus gängig.

Bain Capital ist im US-Wahlkampf bereits mehrfach in die Schlagzeilen geraten. Vor allem wird dem Multimillionär Romney vorgeworfen, auf seinem Chefposten bei dem Investmentfonds für die Schließung von Fabriken und die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland verantwortlich gewesen zu sein.