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„Heuchelei“ und „beleidigender Unsinn“

Über fünfzig Jahre hat die Pharmafirma Grünenthal benötigt, um sich bei den Opfern zu entschuldigen. Anlass war die Einweihung eines Denkmals für weltweit 10.000 Kinder, die in den späten Fünfzigerjahren mit schweren Missbildungen an Armen und Beinen auf die Welt gekommen waren. Schuld daran war das Arzneimittel Contergan, das Schwangerschaftsübelkeit entgegenwirkte. Opferverbände laufen nun weltweit Sturm gegen die späten Worte des Herstellers. „Wir erwarten Taten, und wenn diese Taten nicht folgen, dann bleibt dies nur eine leere Hülse und ein PR-Gag“, hieß es etwa vom deutschen Opferverband. Australische Vertreter erkannten „Heuchelei“, britische Betroffene sprachen von „beleidigendem Unsinn“.

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