Armenien bricht diplomatische Beziehungen zu Ungarn ab

Die Kaukasusrepublik Armenien hat die diplomatischen Beziehungen zum EU-Mitglied Ungarn abgebrochen. Grund sei die Freilassung eines wegen Mordes verurteilten Offiziers aus Aserbaidschan, der 2004 bei einem NATO-Lehrgang in Budapest einen armenischen Militärangehörigen mit einer Axt im Schlaf getötet habe, sagte der armenische Präsident Sersch Sargsjan gestern in Eriwan.

Nach der Verurteilung zu 30 Jahren Haft habe er in seine Heimat Aserbaidschan zurückkehren dürfen, wo er begnadigt worden sei. Die beiden Länder sind verfeindet. Armenien kontrolliert nach einem Krieg das völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörende Gebiet Berg-Karabach.