Defekte Motorteile verursachen bei Daimler Millionenschaden

Defekte Motorteile haben einem Medienbericht zufolge Mercedes-Kunden in den vergangenen Jahren mehr als 300.000-mal zu Werkstattbesuchen gezwungen. Wegen ausgefallener Injektoren habe der Dieselmotor jeweils in den Notlaufmodus geschaltet, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in ihrer Samstag-Ausgabe.

Betroffen waren demnach vor allem die C- und E-Klasse. Grundsätzlich sei der Fehler aber bei allen Baureihen aufgetreten, also auch bei Fahrzeugen der teuren S-Klasse.

Mehr als eine halbe Milliarde Euro

Der Schaden belaufe sich auf mehr als eine halbe Milliarde Euro, schreibt die Zeitung unter Berufung auf den Autohersteller. Die Daimler AG werde die Kosten nicht allein tragen müssen, denn der Hersteller der defekten Injektoren sei der US-Autozulieferer Delphi.

Das Unternehmen habe sich schon mit 100 Millionen Euro an den entstandenen Kosten beteiligt. Wie die Aufteilung letztlich ausfalle, sei noch Verhandlungssache. Inzwischen gebe es Daimler zufolge aber keine Probleme mehr, heißt es in dem Bericht.