Toter und Verletzte bei Waldbränden um Marbella

Bei einem Waldbrand an der andalusischen Küste ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Fünf weitere seien verletzt und Tausende in Sicherheit gebracht worden, teilten die andalusischen Behörden gestern mit. Die Feuerwehr hoffte, die seit Dienstag wütenden Brände rasch unter Kontrolle bekommen zu können.

In der Nähe eines von den Flammen zerstörten Hauses sei die verkohlte Leiche eines 78-jährigen Briten gefunden, sagte ein Sprecher der Regionalregierung der Nachrichtenagentur AFP.

Unter den fünf Verletzten befand sich dem Sprecher zufolge ein spanisches Pärchen, das sich schwere Verbrennungen zuzog, als es von den Flammen auf den Hängen des Bezirks Rosario eingekreist wurde. Zudem habe sich eine Mutter mit ihren Kindern im Alter von elf und drei Jahren vor dem Feuer in eine Höhle retten müssen. Die drei hätten sich Prellungen zugezogen und würden mit Sauerstoff behandelt.

Zwölf Kilometer weiter Brand

Der Brand, der sich auf einer Breite von zwölf Kilometern erstreckte, bedrohte neben Marbella vier weitere Gemeinden an der Costa del Sol. Das Feuer habe sich dem Stadtzentrum des Ortes Ojen auf ein paar hundert Meter genähert, sei aber von der Feuerwehr zurückgedrängt worden, sagte der Präsident der Region Malaga, Elias Bendodo. Die gesamte Ortschaft sei evakuiert worden.

Insgesamt seien Tausende Menschen vorsichtshalber in Sicherheit gebracht worden. Eine genaue Zahl konnte Bendodo nicht nennen. Spanische Medien schätzen, dass es sich um 4.000 bis 5.000 Menschen handelt. In einer Sporthalle in der Stadt Marbella waren allein 400 Menschen untergebracht.