Österreichs Gold lagert in London, Basel und Wien

Die Geheimniskrämerei über die Lagerungsorte der österreichischen Goldreserven soll bald auch offiziell ein Ende haben. Dass nun der Rechnungshof, der laut „News“ Österreichs Goldreserven seit zwölf Jahren nicht mehr an Ort und Stelle überprüft hat, in der Sache aktiv wird, stört Notenbankchef Ewald Nowotny überhaupt nicht. Im Gegenteil: „Ich begrüße es, wenn diese Rechnungshof-Prüfung kommt, damit endlich das dumme Thema weg ist“, so Nowotny in Alpbach.

Nicht in Bergen, nicht in New York

Das „dumme Thema“ sind, wie aus dem Umfeld der Notenbank verlautet, Gerüchte, wonach ein guter Teil des österreichischen Notenbankgoldes im Wert von gegenwärtig rund elf Mrd. Euro in Bergmassiven versteckt oder irgendwo in den USA lagern soll, von New York war in den Gerüchten die Rede. Davon sei kein Wort wahr, es soll sich kein einziger Barren in „Big Apple“ befinden.

Nach APA-Informationen soll sich Österreichs Gold (Position Gold und Goldforderungen: 280 Tonnen) in London, Basel und in Wien, in den Tresoren der Münze am Stadtpark, befinden. Zu welchen Teilen, blieb offen.

„Logischen Schluss zugetraut“

Die Nationalbank selbst will sich auf die Fragen nach den Örtlichkeiten nicht so direkt äußern, das hat Tradition in der Wiener Notenbank. „Wir haben immer gesagt, es ist an den wichtigsten Goldhandelsplätzen“, sagte Nowotny in Alpbach zur APA. Das sind London und die Schweiz. Daraus einen logischen Schluss zu ziehen, hätte er Zweiflern schon zugetraut, fügte er hinzu.