Bin-Laden-Buch: US-Regierung droht mit rechtlichen Schritten

Die US-Regierung hat mit rechtlichen Schritten gegen den Autor eines Buches über den Einsatz zur Tötung von Osama bin Laden gedroht. Nach Überzeugung des Verteidigungsministeriums habe der frühere US-Elitesoldat gegen seine Geheimhaltungspflichten verstoßen, schrieb Pentagon-Chefjurist Jeh Johnson in einem gestern veröffentlichten Brief.

Das Pentagon prüfe daher alle ihm „rechtlich zur Verfügung stehenden Mittel“ gegen den unter dem Pseudonym Mark Owen schreibenden Ex-Soldaten. Der Autor war Mitglied eines Kommandos der Elitetruppe Navy SEALs, das im Mai vergangenen Jahres das Versteck des Al-Kaida-Chefs in Pakistan gestürmt und Bin Laden getötet hatte.

Geheimhaltungspflicht unterzeichnet

Während seines Dienstes in der Einheit und vor seinem Ausscheiden aus der Truppe hatte er laut Pentagon Verpflichtungen unterschrieben, niemals Geheiminformationen preiszugeben und jegliche Manuskripte vor ihrer Veröffentlichung dem Verteidigungsministerium vorzulegen. Das Buch „No Easy Day“ soll kommende Woche erscheinen. Der Soldat widerspricht darin der offiziellen Darstellung vom Tod des Al-Kaida-Chefs.