„Isaac“ zu tropischem Tief herabgestuft

Das Auslaufen der Hurrikan-Warnungen nach „Isaac“ hat in New Orleans (Louisiana) für Aufatmen gesorgt. Trotz heftiger Stürme und Regenfälle über rund zwei Tage hinweg sei die Stadt anders als bei dem Hurrikan „Katrina“ vor sieben Jahren relativ unbeschadet davongekommen, berichteten US-Medien. Der Wetterdienst stufte „Isaac“ gestern weiter zu einem tropischen Tiefdruckgebiet herunter.

In ländlicheren Gegenden an der Golfküste trieben jedoch Überflutungen nach anhaltenden Niederschlägen Tausende Einwohner in die Flucht. Zudem waren nach Behördenangaben weiter Hunderttausende Menschen ohne Strom.

Warnungen weiter aufrecht

"Obwohl „Isaac“ kein Tropensturm mehr ist, „gibt es immer noch lebensbedrohliche Gefahren durch Sturmfluten, Inlandüberschwemmungen sowie Tornados“, warnte das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) in Miami. Sorgen bereitete vor allem ein Damm am Tangipahoa-See an der Grenze von Louisiana zu Mississippi, der unter den Wassermassen zu brechen drohte. Der Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal, ordnete das kontrollierte Ablassen von Wasser an.

Die Behörden beider Staaten riefen mehr als 50.000 Bürger auf, die Region vorsichtshalber zu verlassen. Betroffen sind vor allem Bewohner der Siedlungen entlang des Flusses Tangipahoa zwischen den Ortschaften Kentwood und Robert. Die Gegend liegt rund 160 Kilometer nördlich von New Orleans. Aber auch in Mississippi wurden Tausende Menschen wegen drohender Überflutungen evakuiert.

In New Orleans begannen inzwischen die Aufräumarbeiten. Allerdings blieben in Louisiana und Mississippi weiter mehr als 730.000 Menschen ohne Strom.