Streik der Lufthansa-Flugbegleiter hat begonnen

Mit langen Schlangen vor den Umbuchungsschaltern hat heute Früh am Frankfurter Flughafen der erste Streiktag der Lufthansa-Flugbegleiter begonnen. Die Anzeigetafeln im Terminal 1 gaben den Ausfall von Lufthansa-Flügen mit Zielen in Deutschland und Europa bekannt. Gestrichen waren zum Beispiel Verbindungen nach Hamburg, Berlin, Zürich, London und Rom - aber auch fünf Verbindungen nach Wien.

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Rund drei Viertel der Lufthansa-Maschinen sollten aber planmäßig abheben. Trotz des Streiks herrschte in den Terminals am größten Flughafen kein Chaos. Vom Streik überrascht waren die meisten Reisenden nicht.

Auslagerung von Jobs als Knackpunkt

Fluggäste, deren Flüge gestrichen wurden, sollen sich laut Lufthansa vor Reiseantritt unter „Meine Buchungen“ über den Status ihrer Buchung informieren. Innerdeutsch reisende Passagiere, deren Flüge wegen des Streiks gestrichen wurden, können die Züge der Deutschen Bahn nutzen und dafür unter „Meine Buchungen“ oder an einem Check-in-Automaten der Lufthansa den Flugcoupon in einen Bahnreisegutschein umtauschen.

Die Unabhängige Flugbegleiter-Organisation (UFO) hatte am Dienstag die Verhandlungen mit der Lufthansa für gescheitert erklärt und einen unbefristeten Arbeitskampf des Kabinenpersonals angekündigt. Knackpunkte im Tarifstreit sind die Themen Leiharbeit und Auslagerung von Arbeitsplätzen.