Fliegerbombe in München gesprengt

Die Fliegerbombe im Münchner Stadtteil Schwabing ist gestern Abend gesprengt worden. Das bestätigte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa.

Nach der kontrollierten Sprengung gibt es Schäden an Häusern in der direkten Umgebung. Es seien zahlreiche Fensterscheiben zu Bruch gegangen, sagte der Leiter der Kampfmittelbeseitigung, Diethard Posorski, der dpa. Das sei aber abzusehen gewesen. Über schwerere Schäden wurde zunächst nichts bekannt.

Kleine Brände durch Stroh

Die Feuerwehr musste nach der Explosion allerdings mehrere kleine Brände löschen. Ein Feuerwehrsprecher sagte, dass das Stroh, das in der Umgebung aufgebaut wurde, um den Druck bei der Detonation zu verringern, in Flammen aufging und durch die Gegend geschleudert wurde.

Die brennenden Strohballen landeten teilweise auf den Dächern der Nachbarhäuser. „Das sieht dann spektakulär aus“, so der Feuerwehrsprecher. Die Brände seien aber schnell gelöscht worden, auf die Häuser hätten die Flammen nicht übergegriffen. Insgesamt sei die Sprengung gut verlaufen.

Die 250 Kilogramm schwere Bombe war gegen 21.53 Uhr mit Sprengstoff unschädlich gemacht worden. Bereits in der vorangegangenen Nacht mussten 2.500 Anwohner ihre Häuser verlassen. Nach der Sprengung durften dann die Menschen in einer erweiterten Sperrzone von einem Kilometer Umkreis nicht mehr auf die Straße gehen.