F: Mordermittlungen zu Tod von Arafat

Acht Jahre nach dem Tod von Palästinenserpräsident Jassir Arafat hat die französische Justiz Ermittlungen wegen Mordverdachts eingeleitet. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP gestern aus informierten Kreisen. Die Staatsanwaltschaft von Nanterre reagierte damit auf eine Anzeige von Arafats Witwe Suha, die vermutet, dass ihr Mann vergiftet wurde.

Arafat war im November 2004 unter bis heute nicht völlig geklärten Umständen in einem Pariser Krankenhaus gestorben. Proben von persönlichen Gegenständen Arafats, die nach seinem Tod an seine Witwe übergeben worden waren, sollen eine erhebliche Poloniumkonzentration aufgewiesen haben. Mit der hochgiftigen Substanz wurde im Jahr 2006 der frühere russische Spion Alexander Litwinenko in einem Londoner Hotel ermordet.