Aktivisten: 60 Tote bei Luftangriffen vor Damaskus

Mindestens 60 Menschen sind bei Angriffen syrischer Kampfjets in Vororten von Damaskus nach Angaben von Regierungsgegnern ums Leben gekommen. Die meisten Opfer seien Zivilisten, sagte ein Aktivist. Es habe sich um die ersten Luftangriffe mit Kampfflugzeugen im Bereich der syrischen Hauptstadt gehandelt.

Betroffen gewesen seien die östlichen Vororte Semalka und Sakba, wo Rebellen zuvor gestern mehrere Armee-Straßensperren angegriffen hatten. Beide Vororte sind arm und werden überwiegend von Sunniten bewohnt, die den seit 17 Monaten anhaltenden Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad, einem Alawiten, vorantreiben.

„Die 60 Opfer wurden in Semalka gezählt“, sagte der Aktivist, der sich aus Angst vor Repressalien mit dem Alias Osama al-Dimaschki zu Wort meldete. „In Sakba gab es auch viele Tote, aber ihre Zahl ließ sich nicht einwandfrei feststellen.“ Die Angaben lassen sich unabhängig kaum überprüfen.

Rebellen schießen Armeehelikopter ab

Syrische Rebellen haben heute nach eigenen Angaben in der Hauptstadt Damaskus einen Armeehelikopter abgeschossen. Mit diesem hatte man davor über dem Stadtteil Dschobar auf Aufständische geschossen. Das Staatsfernsehen bestätigte lediglich einen Absturz.

Bei Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen wurden einen Tag nach einem Massaker an Hunderten Menschen in Daraja heute Früh laut Rebellen erneut 20 Menschen getötet. Wie Aktivisten berichteten, waren unter den Opfern im südlichen Umland von Damaskus auch mehrere Kinder.

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