Al Jaber steigt bei Textiltraditionsfirma Backhausen ein

Der austro-saudische Scheich und Investor Mohammed Al Jaber steigt beim österreichischen Traditionsunternehmen Backhausen ein, so der „Kurier“ (Dienstag-Ausgabe). Al Jabers Sprecher bestätigte gegenüber der APA, dass der Deal bis Mitte September abgeschlossen werden soll. Die JJA-Beteiligungsverwaltung werde die Mehrheit an Backhausen übernehmen, wo seit 1849 Möbel- und Vorhangstoffe produziert werden, so die Zeitung.

„Nun geht es um neue Vertriebswege“

Über die investierten Beträge wurde noch nichts bekannt. Firmenchef Reinhard Backhausen sieht im „Kurier“ Al Jaber als strategischen Partner, mit dem Synergieeffekte möglich seien. „Wir wollen das Geschäft international ausweiten.“ Die Geschäfte des Unternehmens sollen „gemeinsam“ geführt werden, sagte Backhausen. „Wir haben neue Konzepte. Nun geht es um neue Vertriebswege.“

Allerdings habe es auch finanziellen Druck der Hausbank gegeben, schreibt die Zeitung weiter. Es gehe um 80 Arbeitsplätze in Hoheneich im Waldviertel. Backhausen exportiere derzeit schon 70 Prozent der Produktion und beliefert insbesondere Hotels - unter anderem das Grand Hotel, wo sich Al Jaber und Backhausen auch kennengelernt haben sollen. Al Jaber bietet gute Kontakte in den arabischen Raum und kennt sich mit gehobenen Hotels aus, was Backhausen neue Absatzchancen eröffnen soll.