Anti-Obama-Doku wird zum Hit an den Kinokassen

Wenige Monate vor der US-Präsidentschaftswahl hat es eine Anti-Obama-Dokumentation bis in die Top Ten der amerikanischen Kinocharts geschafft. Der Film „2016: Obama’s America“ war am Wochenende landesweit in den Kinos angelaufen. Er spielte seither bereits 6,2 Mio. Dollar ein und erreichte Platz acht der Bestenliste, die von Sylvester Stallones „The Expendables 2“ mit 18,5 Mio. Dollar angeführt wurde.

Kritik an Obama aus Konservativen-Sicht

„2016: Obama’s America“ ist eine harsche konservative Kritik an der Politik von US-Präsident Barack Obama, der derzeit um seine Wiederwahl kämpft. In dem Film wird ein Bild entworfen, wie die USA in vier Jahren aussehen könnten, wenn Obama an der Macht bleibt.

Üblicherweise läuft nach den Sommer-Blockbustern in den USA das Geschäft Ende August eher schlecht. Da Hollywood in dieser Zeit aber weniger Filme herausbringt, öffnet das auch Türen für Überraschungserfolge wie „Obama’s America“, der nach dem anfänglichen Start in ausgewählten Kinos Mitte Juli am Wochenende in mehr als 1.000 Kinos zu sehen war.

Insgesamt hat der Film, der auf dem Buch „The Roots of Obama’s Rage“ (Die Wurzeln von Obamas Hass) von Dinesh D’Souza basiert, in den USA 9,1 Mio. Dollar eingespielt. Ein solides Ergebnis für eine politische Dokumentation, aber immer noch weit hinter dem Spitzenreiter, Michael Moores „Fahrenheit 9/11“, der allein in den USA auf 119,1 Mio. Dollar kam.

„Expendables 2“ bleibt an US-Kinospitze

Sie sind nicht mehr die jüngsten, genug Zugkraft für die US-Kinospitze haben Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, Bruce Willis und Chuck Norris aber noch. Ihr Film „The Expendables 2“ setzte sich in den USA und Kanada in seiner zweiten Woche mit einem geschätzten Einspielergebnis von 13,5 Millionen Dollar (10,7 Mio. Euro) gegen die Herausforderer durch, teilte das Branchenportal „Variety“ gestern mit.

„Das Bourne Vermächtnis“ auf Platz zwei

Das Abenteuer der alternden Actionstars verwies „Das Bourne Vermächtnis“ erneut auf den zweiten Platz. Der Streifen mit Jeremy Renner in der Hauptrolle nahm in seiner dritten Woche nur noch 9,3 Millionen Dollar ein und schob sich damit knapp vor „ParaNorm“. Der animierte Comedy-Thriller in 3-D belegt mit 8,5 Millionen Dollar den dritten Rang.

Weniger Zugkraft hatte Neueinsteiger „Premium Rush“. Der Action-Film mit Joseph Gordon-Levitt landete mit 6,3 Millionen Dollar auf Platz sieben. Einen noch enttäuschenderen Einstieg in die nordamerikanischen Charts mussten „Hit & Run“ mit 4,7 Millionen Dollar (Platz zehn) und der Horrorstreifen „The Apparition“ mit knapp drei Millionen Dollar (Rang zwölf) verschmerzen.